Freiwillige Feuerwehr Huben in Osttirol
Geschichte
Einige Jahre nach Gründung der Wehr wurden die erste Tragkraftspritze, ein Schlauchwagen und Ausrüstung gekauft. Um die Geräte ordentlich unterzubringen, entschloss man sich, ein Gerätehaus zu errichten. Das Bauholz spendeten die Bauern, geschnitten wurde es gratis bei der Wanner- und der Trinsäge.
Die Wehrmänner leisteten freiwillige Arbeitsstunden. Die Baumeisterarbeiten leiteten Zimmermeister Peter Pedarnig und der damalige Kdt. Josef Unterlercher. Dieser stellte auch den Baugrund kostenlos zur Verfügung. Alban Gridling spendierte das Dach. Um die Kosten für die Pumpe und das Haus abzudecken, wurde Theater gespielt. Außerdem führte man eine Christbaumversteigerung durch. Die Hopfgartner Musikkapelle gab ein Gratiskonzert. Trotzdem verblieben aber immer noch S 3.000,- Schulden. Zur Abdeckung dieses Betrages wurde ein Kredit aufgenommen. Als Bürgen stellten sich Ferdinand Unterlercher, Johann Putzhuber und Jakob Ganzer zur Verfügung.
Nach dem Krieg erwarb der damalige Kdt. Fritz Schuster von der englischen Besatzungsmacht einen neuwertigen Steyr-Funkwagen aus Beständen der Deutschen Wehrmacht. Für die Unterbringung des Fahrzeuges wurde zuerst ein Zubau zum bestehenden Gerätehaus errichtet. Unter den späteren Kommandanten Marian Staller und Josef Putzhuber begann man im Jahre 1952 ein zweckentsprechendes Gebäude zu errichten, welches 1954 fertiggestellt werden konnte.
Der Feuerwehr standen ein Stellplatz für das Fahrzeug, für die Pumpe sowie ein Raum und ein Schlauchturm zur Verfügung. Für die Musikkapelle, die sich ebenfalls am Bau beteiligt hatte, wurde im Obergeschoss ein Probelokal mit Instrumentenraum eingerichtet. In einem Anbau entstand die erste Filiale der Raiffeisengenossenschaft Osttirol. Mit großer Unterstützung durch die Marktgemeinde Matrei i.O., durch Eigenleistungen der Musikkapelle und der Feuerwehr, besonders aber durch die Spendenfreudigkeit der Bevölkerung konnte das Vorhaben verwirklicht, ausfinanziert und im Jahre 1954 eingeweiht werden.
Die Organisationen und Vereine von Huben forderten schon längere Zeit den Bau eines Gemeinschaftshauses für Proben, Veranstaltungen und Versammlungen. Die bestehenden Räumlichkeiten der Feuerwehr reichten nicht mehr aus. So musste das TLF in einer angemieteten Garage von Frau Frieda Gridling untergebracht werden.
Bei der Jahreshauptversammlung der Wehr im Jahre 1974 versprach Bgm. Andreas Brugger die Errichtung des Hauses. Bereits im Februar 1975 vergab, über Antrag von Bgm. Florian Köll, der Gemeinderat die Planung an Ing. Andreas Köll. Im Erdgeschoss sollten drei Standplätze, Funkraum, Sitzungszimmer mit Teeküche und Sanitäranlagen für die Feuerwehr, sowie im ersten Stock ein Probelokal für die Musikkapelle, Räume für den Kirchenchor und ein Schulungsraum bzw. Veranstaltungssaal für etwa 70 Personen und dazugehörige Sanitärräume geschaffen werden. Bürgermeister Florian Köll und der damalige Kdt. Alois Unterlercher bemühten sich, die Finanzierung sicherzustellen. Schon im November konnte die Bauverhandlung abgehalten werden.
Das KLF und die TS wurden ebenfalls in der Gridling-Garage untergebracht, für die übrige Ausrüstung stellte Hermann Taferner (Hubenwirt) den „Kinosaal“ zur Verfügung. Aus den Obleuten der Vereine bildete sich ein Bauausschuss: Kdt. Alois Unterlercher und sein Stv. Leo Wibmer für die Feuerwehr, Johann Holzer (Seeler) für die Musikkapelle, Josef Putzhuber für die Bauern, Stefan Unterweger für die TIWAG und Johann Wibmer (Weger) für die Kalser Fraktionen Unter- und Oberpeischlach. Adolf Putzhuber war der verantwortliche Polier der Baufirma Raneburger. So ging man daran, das bestehende Haus abzutragen und den Baugrund auszuheben. Leo Wibmer organisierte diese Arbeiten. Er konnte die LKW‘s und Bagger seines Arbeitgebers Alois Wibmer kostenlos verwenden. Die Fahrer wurden von der Feuerwehr bezahlt. Im Jahr 1976 und Frühjahr 1977 konnte das Haus soweit fertiggestellt werden, dass die Fahrzeuge und Ausrüstung in der Feuerwehrhalle untergebracht werden konnten.
Gearbeitet wurde noch an den Heizungs- und Wasserinstallationen, am Musikprobelokal, am Kameradschafts- und Funkraum sowie am Saal. Durch das große Bemühen von Bürgermeister Köll und Kdt. Unterlercher konnte die Finanzierung sichergestellt werden. Der Bauausschuss, die Mitglieder der Vereine und die Bevölkerung trugen durch Arbeitsleistung und Geld- und Sachspenden im Werte von fast S 500.000,- zum Bau des Hauses bei. So konnte das Gemeinschaftswerk am 10. Juni 1978 eingeweiht und seiner Bestimmung übergeben werden. Der Keller wurde zum Veranstaltungssaal mit Küche für Bälle und dergleichen ausgebaut. So konnte einmal mehr, durch die großartige Gemeinschaftsleistung aller Bewohner, eine nützliche Einrichtung geschaffen werden.
In den Jahren 2009/2010 erfolgte der Ausbau des Kameradschafts- und Schulungsraums im 1. Obergeschoss des Gemeinschaftshauses. Der Raum wurde in vielen Stunden von Kameraden in Eigenregie erneuert und modernisiert. Die Finanzierung erfolgte ausschließlich aus der Kameradschaftskasse.
Eine weitere bedeutende Maßnahme wurde im Jahre 2023 mit dem Abschluss der Erweiterung am Gemeinschaftshaus erreicht. Dieses Projekt war das Ergebnis vieler Jahre sorgfältiger Planung und engagierter Vorbereitung. Die Umsetzung erfolgte schließlich in den Jahren 2022 und 2023. Besonders bemerkenswert ist der enorme Einsatz unserer Gemeindemitglieder: Über 1200 freiwillige Arbeitsstunden wurden geleistet, um dieses Vorhaben zu realisieren. Diese beeindruckende Zahl unterstreicht das Engagement und die Gemeinschaftsarbeit, die in das Projekt eingeflossen sind. Die Erweiterung, welche die Vergrößerung des Gerätehauses, eine Fluchtstiege vom Veranstaltungssaal im Kellergeschoß ins Erdgeschoß, Errichtung öffentliche WC-Anlage, Adaptierungen im Gerätehaus und weitere Verbesserungsmaßnahmen beinhaltet, wird sicherlich einen wertvollen Beitrag zur Gemeinschaft leisten und den Raum für zahlreiche Aktivitäten und Veranstaltungen erweitern.
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